WordPress vs. TYPO3: Welches CMS passt zu meinem Projekt?

Einleitung

WordPress und TYPO3 sind Content Management Systeme (CMS) mit deren Hilfe es möglich ist Webseiten zu entwickeln. Der Clou dabei ist, dass Inhalte die einer Webseite im Laufe der Zeit hinzugefügt werden müssen, zu keiner Änderung am Quellcode führen. Speziell für Webseiten über die redaktionelle Inhalte publiziert, Blogposts veröffentlicht, oder Produkte verkauft werden, wird ein entsprechendes CMS benötigt. Damit ist es schließlich möglich, Inhalte auf eine einfache Art und Weise zu verwalten, ohne IT- oder Programmierkenntnisse.

Beide Content Management Systeme sind kostenlos und der Quellcode ist öffentlich zugänglich (Open Source). WordPress ist das mit Abstand beliebteste CMS auf dem Markt, auf dem Weltweit die meisten Webseiten basieren. Laut eigener Angabe benutzten 42% aller Webseiten im Web WordPress. Der Marktanteil liegt somit bei 65%. Neben WordPress zählen Drupal, Joomla und TYPO3 zu den bekanntesten Content Management Systemen.

Welches Content Management System ist für Sie das richtige? Mit welchen System erreichen Sie mehr Besucher? Mit welchem CMS erzielen Sie das Beste Ergebnis für Ihr Unternehmen? Wir nehmen die beiden Systeme geanau unter die Lupe und helfen Ihnen bei Ihrer Entscheidungsfindung.

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WordPress

Der Allrounder für Privatnutzer und kleinere Unternehmen

Das beliebteste CMS WordPress wurde 2003 von Matthew Mullenweg entwickelt und wird seither als Open Source Projekt weiterentwickelt. WordPress basiert auf der Skriptsprache PHP und benutzt eine MySQL Datenbank, ähnlich wie TYPO3.

WordPress ist eine vielseitige Webseitenerstellungs-Plattform, ein Content Management System welches im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität entwickelt wurde. Eine WordPress Webseite stellt sowohl Backend als auch Frontend bereit. Der Backend-Teil einer WordPress Webseite ist über die URL https://your-domain.de/wp-admin/ erreichbar. Benutzer können sich hier anmelden um Änderungen vorzunehmen oder neue Inhalte hinzuzufügen. Der Frontend Teil ist der sichbare Teil der Webseite, der direkt über eine URL erreichbar ist: https://your-domain.de.

TYPO3

Die sichere Lösung für Enterprise Kunden

TYPO3 wurde 1998 unter dem Namen TYPO3 CMS veröffentlicht. Es eignet sich sehr gut für komplexe Webseiten für größere Unternehmen, da es standardmäßig einige unschlagbare Vorteile mit sich bringt. Dazu zählen insbesondere Sicherheit, Performance, Benutzerverwaltung und Mehrsprachigkeit. TYPO3 ist darauf ausgelegt, Webseiten mehrsprachig aufzusetzen. Die Verwaltung der unterschiedlichen Sprachen ist sehr komfortabel und übersichtlich.

TYPO3 kommt von Haus aus mit sehr wenigen Erweiterungen aus, was zur Stabilität der Webseite beiträgt. Zudem verfolgt es höchste Sicherheitsstandards und bietet eine exzellente Benutzerverwaltung. Die Differenzierung zwischen Lese- und Schreiberechten und die Vergabe von Zugriffsrechten für einzelne Seitenbereiche bietet einen großen Vorteil. Zugriffsrechte können also bis ins kleinste Detail angepasst werden.

Wie auch bei WordPress stellt TYPO3 Backend und Frontend bereit. Der Backend Teil ist über die URL https://your-domain.de/typo3/ erreichbar.

Vor- und Nachteile

Schauen wir uns die Vor- und Nachteile von WordPress und TYPO3 an.

WordPressTYPO3
Einfache Installation und Einrichtungrobuste Sicherheitsvorkehrungen
Unzählige kosentlose und günstige Plugins, die sehr leicht implementiert werden könnenProblemlose Anbindung an größere ERP-Systeme wie SAP und Verarbeitung großer Datenmengen
Gut für SuchmaschinenUmfangreiche Benutzerverwaltung mit Differenzierung zwischen Lese- und Schreiberechten
WordPress bietet eine hohe Benutzerfreundlichkeit auf Kundenseite, was eine kinderleichte Verwaltung des Content mit sich bringtTYPO3 ist darauf ausgelegt, Webseiten mehrsprachig aufzusetzen. Die Verwaltung ist sehr komfortabel und übersichtlich
Um Webseiten mehrsprachig aufzubauen, benötigen Sie ein kostenpflichtiges Plugin, welches gut funktioniert, allerdings nicht vergleichbar ist mit der TYPO3-eigenen MehrsprachigkeitTYPO3 muss oftmals aufwendig angepasst werden, um gute Suchmaschinenoptimierungen zu erreichen
Durch unzählige Plugins und Änderungen in der Programmierung kann es bei WordPress zu Sicherheitslücken kommenProgrammierkenntnisse in der T3-eigenen Sprache typoscript. Allgemein mehr technisches Knowhow für Anpassungen und Änderungen benötigt, daher eher für erfahrene Benutzer gedacht
Neben der Sicherheit leidet auch die Stabilität des Systems, aufgrund Individalprogrmmierungen und der Verwendung vieler PluginsHohes Budget für Updates und Änderungen

Fazit

WordPress oder TYPO3? Welches Content Management System sollten Sie für Ihr nächstes Webdesign-Projekt benutzen? Beide CMS haben ihre Vor- und Nachteile. Und das ist auch gut so. Denn nur so kann abgewogen werden, welches System das passende für Ihr nächstes Wedeisgn-Projek bzw. für Ihren nächste Kunden ist.

Früher hieß es immer, dass WordPress aufgrund der Einfachheit für kleinere Kunden und TYPO3, speziell wegen der Sicherheitsvorkehrungen, der Stabilität und der Verarbeitung großer Datenmengen, für mittelständische bis große Unternehmen geeignet ist. Das kann man heute so nicht mehr pauschalisieren, denn heutzutage werden auch große Webseiten mit WordPress erstellt. Wie soeben erwähnt gibt es für so gut wie jeden Fall ein Plugin. Auch große Unternehmen wie Microsoft und Mercedes Benz setzen mittlerweile auf WordPress.

In den meisten Entscheidungsfragen kann nicht viel falsche gemacht werden, mit beiden Content Management Systemen lassen sich kleine bis große Webprojekte umsetzen.

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